Heute möchte ich mal ein großes Dankeschön mit ❤️ an meine Kunden und Geschäftspartner ausrichten, die mir 14 Tage Pilgerauszeit gönnen. Es gibt aber auch Zeitgenossen, die mich anrufen, auf der Mailbox hören das ich bis 24.09. weg bin, dann eine E-Mail schicken, eine Abwesenheitsnotiz bis 24.09. bekommen und dann noch per WhatsApp nachfragen, ob ich nicht doch mal zurückrufen kann. Also bitte… Aber das ist unsere schnelllebige Zeit, alles muss sofort und gleich geregelt werden. Selbstständig sein heißt aber nicht rund um die Uhr 365 Tage im Jahr erreichbar zu sein ! So, dass musste einfach mal sein.😉 Und an die oben genannten Zeitgenossen: Einfach mal pilgern gehen und entschleunigen. 😄
Aber pilgern waren wir heute natürlich auch wieder. Und es war ein langer, anstrengender aber wunderschöner Tag, der aber nicht so gut begann. Wenn man in einer Herberge mit Gastronomie übernachtet, sollte man denken, dass es morgens Frühstück gibt. Weit gefehlt !
Und so starteten wir mit leerem Magen. Zum Glück gab es einige Kilometer weiter zumindest einen Kaffee- und Snackautomaten. Hier konnte man sich mit dem Nötigsten eindecken. Und das war auch notwendig, denn es ging auf die legendere „Hospitalesroute“, mit einem ca. 20 km langen Streckenabschnitt, der den härtesten Abschnitt des Camino Primitivo, mit dem Aufstieg zum Puerto del Palo beinhaltet. Dazu kommt, dass es auf der gesamten Strecke keine Möglichkeit gibt, sich mit Nahrung oder Getränken zu versorgen.
Zu Giovanni und mir gesellte sich auf dem Weg noch die 62-jährige Jodie aus Australien. Jodie ist bereits 400 km auf dem Camino del Norte unterwegs gewesen und macht jetzt mit dem Primitivo weiter. Es gibt also noch weitaus Verrücktere als mich. Und so meisterten wir gemeinsam diese schwere Etappe, die uns aber wieder mit wunderschönen Aussichten entschädigte.


Nebenbei erreichte ich meine erste 100 Kilometermarke, und damit ein Drittel meines Weges.

Zufrieden über die hinter uns gebrachten 29 Kilometer ließen wir bei einem gemeinsamen Pilgermenu im Zielort Bertucedo den Tag Revue passieren.

Morgen und Übermorgen gibt es dann zwei kürzere „Erholungsetappen“, schließlich ist ja Wochenende. Und da gönne ich mir etwas, aber dazu morgen mehr.
In diesem Sinne einen guten Start ins Wochenende und Danke fürs gedankliche Mitpilgern.
