Hier noch einmal die doch reichliche Anzahl der heutige Kilometerpaten zur besseren Übersicht:
Silke Kamphenkel
Lennart Birth
Anne und Mathias Birth
Michael und Iris Schulze
Christian Schulze
Micha Barth
Heute habe ich mir den letzten großen Kanten mit 28 km gegeben. Eigentlich war es anders geplant, denn ich wollte nur bis zur nächsten Herberge, die 13 km entfernt ist, gehen, da ich ja wie bereits beschrieben eine Menge Zeit habe. Als jedoch eine italienische „Reisegruppe“ um 5:30 Uhr im Zimmer ein Riesenspektakel machte und ich dadurch wach wurde, dachte ich mir so: Wenn ich schon mal wach bin, kann ich auch lospilgern. Gesagt, getan…Zähne geputzt, gewaschen, gefrühstückt und ab… Es gibt eigentlich nichts Schöneres als im Dunkeln loszugehen und in den Tag hineinzupilgern. Die Vögel zwitschern, die Sonne geht langsam auf und der Tag erwacht. Was ich nicht bedacht hatte, dass ich unmittelbar hinter meiner Herberge durch einen ca. 5 km langen Wald musste. Dort war es so dunkel wie in dem oft beschrieben Körperteil des Bären. 😄 Aber zum Glück hat ein modernes Handy ja eine Lampe und so konnte ich mir ein wenig den Weg ausleuchten. Was mir auffiel, dass es etwas verbrannt roch. Meine Vermutung bestätigte sich, als ca. 2 km später ein Polizeiwagen neben mir hielt und fragte, ob ich etwas gesehen hätte, denn jemand hatte ein Feuer gemeldet.

Ansonsten passierte auf dem Weg heute nicht mehr allzu viel. Außer das plötzlich doch noch mal ein Berg da war, denn es galt zu überwinden. Ansonsten hieß die Prämisse Kilometer machen.

Wilde Bestien wohin man schaut 😄

Die Herberge, die ich mir heute ausgesucht habe, liegt direkt am Ortseingang von Melide, und scheint daher nicht so gut besucht zu sein.
Ansonsten ist sie im Verhältnis zur gestrigen Herberge schon ein Luxushotel, da sie fast neu ist. Es gibt einen schönen Garten und eine Terrasse, auf der man ganz entspannt Pilgerberichte schreiben kann.😉

So sieht das Bett aus bevor man es macht.
Ab morgen wird es dann richtig voll auf dem Weg. Denn in Melide vereinigen sich der französische Jakobsweg (der von Hape Kerkeling) den ich 2022 gegangen bin, und der Camino Primitivo. Das heißt, wir befinden uns dann auf einer Pilgerautobahn. Denn in Santiago kommen statistisch gesehen derzeit jeden Tag zwischen 2.500 und 3.000 Pilger an.
Für mich wird es ein Wiedersehen von dem einen oder anderen Ort geben. Und dafür kann ich mir ja, wie bereits mehrfach erwähnt, Zeit lassen.
Ich wünsche allen Lesern schon mal ein entspanntes und ruhiges Wochenende. Auf dieser Seite geht es morgen natürlich weiter.😊
