Heute habe ich ein bisschen Tempo gemacht, denn trotz des Starts bei 10°, waren heute ab 14:00 Uhr 32° angesagt. Und was soll ich sagen, 13:30 Uhr war ich in der Herberge und konnte es mir, nach der obligatorischen Dusche, in einer der Hängematten im Garten der Herberge bequem machen.

Vor dem Start heute früh, gab es übrigens noch eine kurze Diskussion mit meinen Füßen, die nach einem Tag in Freiheit meinten, sie müssen heute nicht in die engen Schuhe. Aber wir einigten uns schlussendlich, dass es keine Alternative gibt.😉

Abschied von Lugo

Kenne ich 🙂

Die Weg war heute nicht unbedingt so sehenswert, so dass man ruhig etwas schneller gehen konnte. Ein großer Teil der Strecke führte nämlich über die Straße, keine große Hauptstraße, aber schon eine größere Landstraße mit Verkehr. Und nein, nicht mit Seitenstreifen oder Fußweg, sondern wir pilgerten direkt auf der Straße.

In Deutschland hätten sie uns wahrscheinlich des Öfteren den Vogel gezeigt. Hier bremst man, fährt langsam vorbei und winkt gelegentlich. Trotzdem ist es nicht ganz ungefährlich. Zum Schluss wurden wir noch einmal mit einem größeren Waldstück verwöhnt, dass bei den steigenden Temperaturen sehr angenehm war. Meine heutige Herberge liegt ebenfalls mitten im Grünen, mit den bereits oben erwähnten Hängematten im Schatten. Hier kann man sich auch mal hängen lassen. Der war flach, aber musste jetzt sein. 😄

Ab sofort wird der Weg, und damit auch die Herbergen, immer voller. Denn ab Lugo beginnen, wie bereits vorgestern erwähnt, die 100 km mit den täglich erforderlichen zwei Stempeln im „Credencial“ (Pilgerausweis) um in Santiago die „Compostela“, also die Urkunde für den bewältigten Jakobsweg, zu erhalten.

Auch die Zahl der von der heimischen Bevölkerung scherzhaft genannten „Touringrinos“, abgeleitet vom spanischen Wort für Pilger (Peregrinos), nimmt zu. Gut zu erkennen an der knallbunten Sport-Markenbekleidung, neuen Turnschuhen und einer Wasserflasche in der Hand und maximal einem kleinen Rucksack, für z.B. „Ultra-Eiweiß-Powerriegel“, auf dem Rücken. Die Rucksäcke und Koffer hat man schon morgens vom Hotel abholen und zum nächsten Hotel bringen lassen. Zu Hause erzählt man dann, dieses Jahr war ich nicht auf den Malediven, sondern war pilgern. Jedem das Seine.😉

Ein sogenannter „Meilenstein“  der alten römischen Straße XIX, die den Abstand zwischen Ortschaften angab.

Günstiger geht’s nicht. 3,20 € für ein Stück Kuchen und Kaffee in der Herberge. Die heutige Übernachtung kostet mit Frühstück übrigens 16 €. Natürlich im 16 Mann-Zimmer.😉

Neben dem Thema Sicherheit,  wird auch das Thema Schallschutz in Spanien ganz groß geschrieben. Tür von meinem Pensions-Zimmer vom Samstag zum Flur.😉

Ich genieße jetzt erst mal meine Hängematte und freue mich auf Pilgermenü heute Abend. Ich wünsche allen Lesern einen guten Appetit.😋

Tag 11: Lugo – San Roma Kilometerpaten: Familie H. aus B.
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