Vorab noch ein wichtiger Hinweis, wer noch spenden möchte, hier noch einmal die Kontoverbindung des Förderverein Wiesenpark e.V.:
Kontoverbindung:
Heute war meine vorletzte Etappe. Das Wetter war schön und ich hatte nur noch 17 Kilometer bis zur letzten Herberge. Die Herberge in der ich vor 3 Jahren meine Pilgerfreunde Tomas und seine Mutter Hildegard aus Thüringen mit ihrer bewegenden Geschichte (die Besucher meiner Vorträge werden sich erinnern) kennengelernt hatte. Da war es natürlich ein Muss, heute in dieser Herberge zu übernachten. Zumal sie noch einen wunderschönen Garten hat, in den man sich bei dem Wetter ausgiebig in die Sonne legen kann.

Ich konnte es heute also entspannt angehen lassen und hatte Zeit dafür, die letzten 14 Tage Revue passieren zu lassen. Denn morgen werde ich wahrscheinlich zu aufgeregt dafür sein. Die Anspannung nimmt so langsam ab, und Fragen wie „Schaffe ich es ? Verletze ich mich ? Hält mein Knie ? Wie viele Blasen werden es werden ?“ gehören nun der Vergangenheit an. Was die Blasen angeht, war es wirklich nur eine kleine, die ich relativ schnell unter Kontrolle bekommen habe. Nach zwei Pilgerwegen kennt man die Tricks und Kniffe, wie man möglichst schadlos über den Weg kommt. Wenn jemand diesbezüglich Unterstützung braucht, dem kann ich gerne helfen.

Der Weg gab heute noch mal alles:



Der Weg führte übrigens heute auch um den Flughafen von Santiago herum, den man 1937 einfach über den ursprünglichen Pilgerweg gebaut hatte. Ich glaube nicht, dass das heute noch möglich wäre.


Auch wenn es morgen das dritte Mal für mich ist, dass ich in Santiago de Compostela ankomme, ist es nicht weniger aufregend und spannend als bei den ersten beiden Malen. Diesmal wird es aber etwas besonderes sein. Denn Santiago de Compostela ist dieses Mal mein finales Ziel. Auf meinem ersten Weg bin ich bis nach Finistère weiter gegangen und hatte dort auf dem Felsen bei einem wunderschönen Sonnenuntergang einen gebührenden Abschluss meines ersten Jakobsweges. Beim zweiten Mal bin ich bis nach Muxxia weiter gegangen und wurde dort mit Wind und Regen empfangen, am nächsten Morgen aber mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt und fand auch hier einen schönen Abschluss meines zweiten Weges. Dieses Mal endet meine Pilgerreise, also in Santiago. Und damit wir dort sauber und vernünftig ankommen, ist heute noch mal Waschtag.

Seien sie gedanklich gerne dabei, wenn ich morgen zwischen 10:00 und 11:00 Uhr in Santiago eintreffe, um 12:00 Uhr an der Pilgermesse teilnehme und mit etwas Glück sehe, wie der 1,60 m große Butafumeiro, der große Weihrauchbehälter, geschwungen wird.

Mal schauen, wie es heute mit dem Einschlafen klappt. In diesem Sinne wünsche ich allen eine gute Nacht.✨
